Archive for the ‘WOM’ Category

Buzzer startet erste Kampagne für Tchibo

Buzzer eine Mundpropaganda Plattform ursprünglich aus Holland (ich mag Ajax), ist diesen Sommer in Deutschland an den Start gegangen. Buzzer Deutschland wird von meinem Büronachbarn Torsten Panzer geleitet. Das Konzept und die Herangehensweise gefällt mir sehr gut, nicht einfach nur Produkte verschicken und schauen was passiert. Es werden gemeinsam mit den Kunden kreative Inhalte entwickelt (sogenannte BuzzTools od. Communication Starter), die die Konsumenten in die Kampagne einbinden und zum drüberreden motivieren.

Die erste Kampagne für Tchibo oder eher Cafissimo startet gerade. Am Samstag werden die ersten BuzzKits verschickt. Die BuzzKits enthalten eine Kaffeemaschine und 3 Monate Kaffee frei Haus. Das Konzept eines Kaffee-Abonnements soll durch diese Aktion getestet und verbreitet werden. Die Idee einmal im Monat einen Kaffeevorat den sich jeder individuell zusammenstellen kann finde ich super. Ich würde das zwar nie machen, es geht nichts über einen Milchkaffee beim Italiener mit einer frischen Zeitung. Kaffee @home macht keinen Spass, aber da gibt es bestimmt geteielte Meinungen.

Mehrere (für Freunde und Bekannte) “wo stelle ich die Kaffeemaschine bloss hin” Flyer mit den genauen Umrissen der Maschine sind auch dabei sowie eine Kaffee-Wahlumfrage.

Tchibo_Cafissimo

Auf der Website www.KaffeeWahlumfrage.de (noch nichts zu sehen) soll es ein Tool geben in dem Nutzer ihre Kaffeetrink Gewohnheiten eingeben können. Auf der Website wird dann berechnet wieviel von welchen Sorten für den Monat ausreichend sein müssten. Danach kann man dann immer noch entscheiden ob man selber ein Abo abschließen möchte oder nicht.

Tchibo_Caffisimo2

Freitag, Dezember 11th, 2009

Viagra geht mit Propellerman und Mega Bang viral

Gerade geschickt bekommen und natürlich auch gleich weitergeleitet, drüber gebloggt und gelacht. Eine super Kampagne von der sich einige Viagra-Spamer eine Scheibe abschneiden können.

Sehr schön auch zu sehen das es kein isolierter Spot ist, sondern eine ganzheitliche Kampagne. Folgende Bestandteile gehören dazu: MySpace Profil, Fanhomepage, Facebook Fanclub, Produkt Homepage, Viral Videos, einem Kalender für das Jahr 2009 und natürlich einem Blog.

Mittwoch, Juli 2nd, 2008

Discovery Channel im alten Elbtunnel

Zwei Wochen lang wird die linke Röhre des Alten Elbtunnels in Hamburg zur Unterwasserwelt. Ein Teil der Decke wurde mit einer Folie beklebt, die Unterwassermotive zeigt. Dadurch haben die Besucher das Gefühl die Unterwasserwelt in der Elbe zu sehen. Wie erfolgreich die Aktion in Hamburg ist zeigt folgende Situation: Gestern war ich mit 2 Freundinnen etwas essen, ich wollte nach Hause und mich noch gemütlich mit einem Buch auf den Balkon setzen. Eine Freundin erzählte mir das Sie noch gerne zum alten Elbtunnel möchte, um sich die Installation anzuschauen. Ich habe von der Aktion nicht wirklich etwas mitbekommen, angekommen im alten Elbtunnel stellte sich die Installation als Besuchermagnet heraus. Sehr viele Hamburger und Touristen die “nur” wegen der Installation gekommen sind. Ein voller Erfolg für Mundpropaganda Marketing.


Dienstag, Mai 6th, 2008

Google startet Outreach

Google gibt mit der Erweiterung “Outreach” für Google Earth und Google Maps, eine Antwort auf viele Fragen die unsere Erde betrifft. Diese Applikation bietet Umwelt- und Menschrechtsorganisation Platz ihre Projekte und Anliegen vorzustellen.

Outreach funktioniert über sogenannte Layer, die die Satellitenbilder der Erdoberfläche mit Fotos und Texten verbindet. WOW kann ich hier nur sagen eine wirklich tolle Idee. Greenpeace ist die erste Organisation in Deutschland die einen “Outreach” Layer benutzt, um Daten und Informationen hochzuladen.

Dienstag, April 8th, 2008

Dein Fussballclub Fortuna Köln!

Fortuna Köln und Sönke Wortmann versuchen gemeinsam mit den Usern den Club in die Bundesliga zu bringen. Letztes Jahr startete sehr erfolgreich in England die Aktion Myfootball Club (Bericht hier). Ich habe mich auch schon angemeldet und hoffe das dieses viele andere auch tun werden. Hier gehts direkt zur Anmeldung.

Markus hat hier einen sehr schönen Bericht geschrieben.

Freitag, April 4th, 2008

“Power to the People” Event in Hamburg

Das “Power to the People” Event findet statt am 14.02.08 in in der Hamburger Botschaft, Sternstraße 42 – 20357 Hamburg.

power-to-the-people.jpg

Folgende Vorträge stehen auf der Agenda:

- Begrüßung durch Markus Willnauer

- 1 Jahr Horizont Blog off-the-record mit Volker Schütz (Chefredakteur Horizont) und dem Spießer Alfons

- Die neue Beziehung zwischen Marken und Konsumenten mit Emmanuel Vivier (CEO Vanksen Group)

- Die besten Viral Marketing Kampagnen 2007 mit Kai Ravesloot (Culture-Buzz) und Pepe Wietholz (Culture-Buzz)

Es gibt noch wenige Restplätze, bitte wenden Sie sich bei Interesse per Mail oder telefonisch an Katja Franke, 040/18030580 oder kfranke@vanksen.com .

Mittwoch, Februar 6th, 2008

Passionata

Für den Launch des neuen Werbespots und um die Neupositionierung des Unternehmens und das sinnlich-freche Image von Passionata zu unterstreichen, konnte es nur einen passenden Schauplatz geben: das weltberühmte Crazy Horse! Der erst kürzlich wiedereröffnete Tempel der Schönheit und Sinnlichkeit, mit purpurfarbenem Samt ausgekleidet, bot eine stimmige Kulisse für die Show. Sieben Mädchen mit bezaubernden Namen, kirschroten Lippen, rauchig geschminkten Augen und in allen Farben schillernden Perücken führten raffinierte und hocherotische Striptease-Einlagen vor, die gleichermaßen vor Humor und Verführungskunst sprühten… Eine mitreißende Darbietung für alle geladenen VIPs, Journalisten und wenige handverlesene Kunden.

Exklusiv! Der brandneue Passionata-Fernsehwerbespot

Nach der 15-minütigen Show kamen die Gäste in den Genuss einer Vorpremiere des neuen Werbespots von Passionata, der von David LaChapelle entwickelt wurde. In diesem modernen und schillernden Märchen ist das brasilianische Topmodel Isabeli Fontana in der Rolle der Heldin zu sehen.

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Passionata lud die einflussreichsten Bloggerinnen Europas ein

Passionata lud die einflussreichsten Bloggerinnen Europas zu der Show ein. Etwa sechzig europäische Bloggerinnen kamen eigens aus allen Teilen Frankreichs, Deutschlands, Spaniens, Italiens und Großbritanniens angereist, um der Passionata-Show als privilegierte Zuschauerinnen beizuwohnen.

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Diese „modernen Bloggerinnen“, die aufgrund ihrer Bekanntheit und ihres Einflusses in der Welt des Internets ausgewählt wurden, waren eingeladen, am Abend des 24. Januars in ihren Blogs von der Show zu berichten.

Caterina von Blogosfere.it erklärte: „Die Show im Crazy Horse war nicht einfach nur eine Präsentation der neuen Kollektion, sie erzählte auch voller Glamour und Sinnlichkeit von der Marke Passionata.“

Schon am Abend der Show gab es einen Passionata-Buzz : Um die Aufregung um den Werbespot von David LaChapelle zu schüren und alle modebewussten Frauen bis zur Ausstrahlung im Kino und im Fernsehen ab April gezielt zu mobilisieren!

BuzzParadise wurde von Passionata für die Blogger Aktion angeheuert.

Mehr über die Show gibt es unter http://show.passionata.com

Passionata beauftragte die Agentur Vanksen|Culture-Buzz (http://www.culture-buzz.de/) mit der Einrichtung einer viralen Minisite unter http://show.passionata.com/ in sechs Sprachen, um die außergewöhnliche Show anzukündigen, die das Crazy Horse eigens für das Unternehmen organisiert hatte. Auf diesem Site gibt es romantische Goodies (ein Widget, Fotos, Musik, Bildschirmhintergründe, ein Banner zum Übernehmen usw.).

Freitag, Februar 1st, 2008

Buzz, Virales Marketing, Mundpropaganda bzw. Word-of-Mouth: Wo ist der Unterschied?

Mundpropaganda-Marketing umfasst verschiedene Techniken: Buzzmarketing, virales Marketing, Influencer Marketing, Street Marketing, User Generated Content, … Viele verwechseln diese neuen Methoden, die zwar komplementär, aber dennoch verschieden sind. Damit Sie bei Ihrer nächsten Marketing2.0-Kampagne nicht total den Überblick verlieren. Hier folgt nun eine kurze Zusammenfassung:

Buzzmarketing, Engagement Marketing, P2P-Marketing, Permission Marketing, Alternatives Marketing, Direktmarketing, virales Marketing, Marketing 2.0… seit einiger Zeit werden wir von neuen Bezeichnungen für Mundpropagandamarketing förmlich überschwemmt… und ich werde oft gefragt, wo der Unterschied zwischen Buzzmarketing und viralem Marketing liegt.

Im Folgenden finden Sie daher eine kurze Erklärung dieser neuen Marketingtechniken, deren Erfolg ungebrochen scheint in einer Zeit, in der Konsum-Aktoren nicht länger nur eine Zielgruppe sind, sondern sich längst zu einem potentiellen Medium für Ihre Kommunikationsaktionen entwickelt haben.

Da wäre zunächst die Mundpropaganda. Diese Kommunikation zwischen zwei Personen (unter anderem über Marken, Produkte und Dienstleistungen) ist natürlich nicht neu. Was jedoch neu ist sind der Einfluss, die Reichweite und das Tempo, die das Phänomen durch das Internet und seit einiger Zeit auch durch soziale Medien, Blogs und Videosharing-Plattformen usw. gewonnen hat. Dank des Internets kann eine Information, egal ob in Form von Bild, Text oder Video, nun praktisch unverzüglich beantwortet und an eine große Zahl von Personen weitergeleitet werden, und dies ohne geographische Grenzen. Früher beschränkte sich Mundpropaganda auf einige Familienmitglieder, Nachbarn und Kollegen. Heute kann ein Internetnutzer auf Kommunikationswerkzeuge von einer bisher unbekannten Reichweite zurückgreifen.

In den letzten Jahren haben immer mehr Marken die Möglichkeiten dieses Phänomens entdeckt. Die ersten Experimente im Bereich Mundpropaganda von Hotmail, Budweiser oder Blair Witch Project sind inzwischen regelrechten, gut durchdachten Strategien für die Verbreitung einer Botschaft, eines Videos, etc. gewichen… wobei der Internetnutzer selbst zum Medium wird. Im Folgenden finden Sie eine kurze Erläuterung dieser neuen Marketingansätze:

Virales Marketing ist einer davon. Hierbei geht es darum, die Übertragung einer Botschaft von Mensch zu Mensch sicherzustellen. Trotz der leicht beunruhigenden Bezeichnung, die Assoziationen mit Computerviren weckt, ist virales Marketing völlig harmlos. Die Idee dahinter ist, dass es wie eine Erkältung funktioniert, von der einer nach dem anderen „angesteckt“ wird, wobei es zu einer exponentiellen Verbreitung kommt.

Im Gegensatz zur traditionellen Werbung, die auf Unterbrechung beruht (das Publikum ist dazu gezwungen, sich einer Werbebotschaft auszusetzen) muss man dem Internetnutzer Inhalt („Content“) anbieten, der so originell, lustig, überraschend oder interessant ist, dass er sich dafür entscheidet, diesen an seine Umgebung weiterzuleiten. Ein zu kommerzielles oder konventionelles Modul läuft Gefahr, nicht angenommen zu werden.

Obwohl Humor, Sex oder Provokation oft zum Erfolg beitragen, kann virales Marketing dennoch zahlreiche verschiedene Formen annehmen, je nach Zielgruppe, Werbebotschaft und zu erreichendem Ziel. Ein sehr gutes Modell für virales Marketing aus dem B2B-Bereich zum Beispiel ist die Veröffentlichung eines White Papers zum Herunterladen.

Schlüsselelemente einer gelungenen Kampagne dieser Art sind die Personalisierung der Botschaft (indem man seinen Namen oder sein Foto in ein Spiel oder ein Video einfügt), die Motivation (ein symbolischer oder echter Preis, den man zum Beispiel in einem Spiel gewinnen kann) sowie die intuitive Nutzung.

Formate: Virales Video, E-Mail, Modul zum Herunterladen, Widget, White Paper und Studie, Facebook-Anwendung, Audio- und Videopodcast …

Beispiele: Die personalisierbare Homepage von La Tribune de Genève (http://www.tdg.ch/reportage/envoyer-adopter.php), Dove’s Film „Evolution“ (http://www.youtube.com/watch?v=knEIM16NuPg), die viralen Videos gegen das Rauchen von „NicoMarket“ (http://www.nicomarket.com/), die Widgets von UPS (http://www.widget.ups.com/widget/fr-fr/index.html), die Jobwebseite Moovement und das personalisierbare Modul „Manager des Jahres“ (http://lecadredelannee.fr/), die Videos über Rugby und Existentialismus von Coq Sportif (http://www.lecoqsportif.com/rugbyornottobe/), der virtuelle Garten des Parfüms von Roxy (http://www.roxyparfums.fr/game), oder das Spiel AxeBusters (http://www.axeeffect.jp/axebusters).

Buzzmarketing ist eine weitere Technik, um Mundpropaganda zu erzeugen. Hier geht es darum, Konsumenten Informationen zu vermitteln durch Ereignisse, Maßnahmen oder Aktionen, die spektakulär, überraschend, erinnerungswürdig und an die Marke gebunden sind… Wenn dies gelingt, dann erzeugt eine Buzzmarketing-Aktion Mundpropaganda und Berichterstattung durch die Medien. Wichtig dabei ist, dass man eine Reaktion auslöst und Aufmerksamkeit erregt, wobei man auch Kontroversen oder Provokation in Kauf nimmt.

Die Berichterstattung durch die Medien (durch eine PR-Aktion) ist unabdingbar, damit die Aktion nicht nur die wenigen Personen erreicht, die unmittelbar davon betroffen sind. Die indirekte Erfahrung der Aktion sollte ermöglicht werden durch Videos in den Medien, auf Videosharing-Plattformen usw. Dafür muss die Aktion natürlich entsprechend visuell sein.

Diese Art von Aktion erfordert erhebliches logistisches und juristisches Know-how, um die Regelungen zu überwinden und die notwendigen Genehmigungen zu erlangen (es sei denn, Sie nehmen das Risiko auf sich, Bußgelder zahlen zu müssen), was oft langwierig und schwierig ist. Zudem sollte man sich darauf gefasst machen, dass „kreative Aktionen“ von manchen Menschen und Behörden unter Umständen als Zwangsbesetzung ihrer Umgebung wahrgenommen werden können (Culture-Buzz). Also Vorsicht bei den Reaktionen.

Formate: Event oder außergewöhnliche Aktion, Street Marketing, Guerilla-Marketing, Ambient Marketing, Ambush Marketing…

Beispiele: Die neueste Kampagne des WWF gegen die Abholzung der Wälder (Culture-Buzz), die Street Marketing-Kampagne für „Batman Begins“ (Batman), das vertikale Rugbymatch der Société Générale, Jeep und seine SUV-Parkplätze (Jeep), der VW Eos und seine „Solarplakate“ (Volkswagen), die Bank ING und ihre provozierende Saga über Kleider für Reiche (http://www.80kplus.com/) oder die „DIM DIM Girls“, die während der Rugbyweltmeisterschaft die Tribünen besetzt haben (Culture-Buzz).

Dann gibt es noch Influencer Marketing, das ein sogenanntes Seeding (Mundpropaganda erzeugen, indem man Meinungsführer Produkte testen lässt) und Community Management umfasst. Das Ziel dabei ist, Mundpropaganda zu erzeugen, indem man mit Meinungsführern online und offline arbeitet (Blogger, einflussreiche Konsumenten, VIPs, Stars) und diese dazu motiviert, eine Botschaft an ihr Publikum weiterzuleiten, indem man ihnen anbietet, ein Produkt zu testen, an einem Event teilzunehmen oder sich in Blogs, Foren oder sozialen Netzwerken zu treffen.

Dieser Ansatz erfordert Zeit und eine gewisse Sensibilität… er kann sich aber langfristig auszahlen. Indem man sich mit seinen Kunden austauscht, sie an sich bindet und sie langsam, aber sicher in Fans verwandelt, kann man seinen Weiterempfehlungsgrad und somit das Wachstum seiner Marke erhöhen. Aber Marken haben nicht immer genügend finanzielle und personelle Mittel zur Verfügung, um diese initiierte Beziehung täglich zu pflegen. Der Umgang mit Beeinflussern erfordert Fingerspitzengefühl und sie lassen sich im Gegensatz zu Werbung nicht kaufen… Auf einen ungeschickten oder zu kommerziellen Ansatz reagieren sie im günstigsten Fall mit Desinteresse, im ungünstigsten Fall lachen sie darüber… was zu echtem negativen Buzz führen kann, wenn man versucht haben sollte, sie zu manipulieren, sie angelogen oder getäuscht hat.

Formate: Seedingkampagne mit einflussreichen Bloggern (BuzzParadise http://www.buzzparadise.com,…), gesponserte Artikel und Media Sales 2.0, Kreation von Blogs und sozialen Netzwerken für Marken, VIP-Events

Beispiele: Verteilung von Produkten von Dim Osmose an Blogger (http://www.buzzparadise.com/dim_pense_aux_blogueuses_avec_osmose_article597.html), das soziale Netzwerk der Marke MMMKenzoki (http://www.mmmkenzoki.com), der „Running Club“ (http://www.runningclub.fr) von New Balance, der Blog „Renault F1“ (http://en.blog.ing-renaultf1.com/en),…

Dann gibt es noch Consumer Generated Media, auch User Generated Media genannt. Diese Art von Aktion besteht darin, das Publikum an der Kommunikation einer Marke oder seltener an der Kokreation eine Angebots oder eines Produktes zu beteiligen. Einige Marken bieten Internetnutzern die Möglichkeit an, Videos oder Fotos hochzuladen, um an einem Wettbewerb oder einem kollaborativen Modul teilzunehmen (Wat.tv, Gmail, „Joga Bonito“ für Nike). Manche gehen sogar so weit, Internetnutzer an der Erfindung eines Drehbuchs (Honda für „Superball“) oder an der Produktion eines Spots oder eines Plakats zu beteiligen (Sony durch“ Current TV“, oder SFR durch „BlogBang“).

Obwohl solche Kampagnen dem Trend des neuen Phänomens Konsument 2.0 bzw. Konsum-Akteur entsprechen, sind nicht alle erfolgreich. Oft liegt das daran, dass die Qualität nicht gegeben ist oder dass die Teilnehmerzahlen zu niedrig sind, denn diese Art von Kampagne erfordert eine Menge Zeit und Einsatz seitens der Internetnutzer.

Zudem wird man sicher eine Weile warten müssen, bis alle die Werkzeuge und Techniken, die für die Kreation eines Spots notwendig sind, beherrschen… und nicht jeder hat dazu Talent. Ob man das nun will oder nicht, nicht jeder hat das Zeug zu einem zweiten Spielberg ;)

Formate: Foto- oder Videowettbewerb, kollaboratives Modul, Kokreation

Beispiele: Die letzte Kampagne von Ebay (http://www.culture-buzz.fr/actu_buzz/ebay_lance_la_publicita_c_2.0_article1543.html), das Parfüm von Diesel und sein Modul zur Kokreation von personalisierten Produkten (http://www.diesel-parfums.com/factory/#) oder das kollaborative Video für Gmail (über 5.000.000 Views und über 1000 eingesandte Videos) (http://www.youtube.com/video_response_view_all?v=VfDW7qAdFGk).

Alle diese Ansätze unterscheiden sich leicht voneinander. Sie können einzeln oder komplementär verwendet werden, auch in Verbindung mit traditionelleren Aktionen (Fernsehspots oder Werbebanner im Internet, Plakate, Presse oder Radio). In diesem Fall spricht man von integrierter Kommunikation oder 360°-Marketing

Dienstag, Januar 15th, 2008

Nokia Studie sagt “Circular Entertainment” voraus

Einer von Nokia in Auftrag gegebenen Studie zufolge werden 2012 bis zu 25% der Unterhaltung in Communities erschaffen und konsumiert werden.

Eine neue Form der Unterhaltung

Die Studie „A Glimpse of the Next Episode“ („Ein Einblick in die nächste Folge“) hat das „Circular Entertainment“ (so genannt, weil Inhalte unter Freunden „zirkulieren“, also von einem zum anderen weitergegeben werden) als wachsenden Trend erkannt, der mit dem kollaborativen Verhalten von Konsumenten heute übereinstimmt. Anhand der Daten von 900 Millionen Konsumenten weltweit hat die Marke eine Vorhersage für die nächsten fünf Jahre erstellt. Hier nur einige Zahlen zur Veranschaulichung: 29% der befragten Konsumenten bloggen regelmäßig, 28% besuchen regelmäßig Webseiten sozialer Netzwerke, 22% vernetzen sich über Technologien wie zum Beispiel Skype und 17% laden Inhalte aus dem Netz auf ihr Handy herunter.

Grundlegend für diese Entwicklung ist der Wunsch der Konsumenten, eigene Inhalte zu erstellen, diese neu zu kombinieren, zu verändern und innerhalb ihrer Clique weiterzuleiten, so Mark Selby, Stellvertretender Leiter der Multimediaabteilung bei Nokia.

Die vier großen Trends

Die Studie zeigt, dass Konsumenten Unterhaltung fordern, die spannender, ansprechender und kollaborativer ist, und nennt vier Haupttrends:
Erstens, Immersive Living: die Grenzen zwischen dem wahren Leben und dem „Leben“ online verschwimmen, Unterhaltung wird immer weniger segmentiert.
Zweitens, Geek Culture: Konsumenten fordern immer anspruchsvollere Unterhaltung, die Grenzen zwischen Kommerz und Kreativität lösen sich auf.
Trend Nummer drei nennt sich G Tech: eine soziale Bewegung, die in Asien bereits en vogue ist und die die “Verweiblichung”, also die Stärkung „weiblicher“ Eigenschaften in der Unterhaltung, bezeichnet. Diese wird gemeinschaftlicher, demokratischer, emotionaler und persönlicher.
Und, als letztes, Localism: Konsumenten suchen immer mehr lokale Bezüge in ihrem Konsum und ändern ihr Konsumverhalten entsprechend.

Diese Unterscheidungen sind zwar zugegebenermaßen nicht immer ganz eindeutig. Dennoch bestätigt diese Studie einen längst wahrnehmbaren Trend, der alle ermutigen sollte, die sich beruflich in diesem Feld betätigen. Allerdings bleibt abzuwarten, was sich tatsächlich in dem Sektor abspielen wird und ob die Hochkonjunktur der sozialen Netzwerke, die Demokratisierung von Inhalten und die Verschmelzung des wahren Lebens und des “zweiten Lebens” online sich wirklich in dem vorhergesagten Tempo entwickeln werden…

Dank an Cordula von Vanksen/Culture-Buzz Luxemburg

Donnerstag, Januar 3rd, 2008

Kneipensportler.de überzeugt immer wieder

Die “kleine” Hamburger Firma Kneipensportler.de versteht es immer wieder mit kleinen Mitteln große Aufmerksamkeit und wirklich Zielgruppen orientiert zu agieren. Am Anfang war ein TV-Auftritt mit Christopher Marks und Adam Imanpoor bei Oliver Pocher der für viel Aufsehen sorgte. Nach der TV-Show wurde die Tischfussball Lern DVD “Kickern Deluxe” veröffentlicht und ist bis heute in Deutschland das “Non plus ultra” Lernwerkzeug.

Der Trailer der DVD ist ohne Zweifel ein viraler Spot der die Markenbotschaft transportiert und die Zielgruppen erreicht hat.

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Montag, November 5th, 2007