Die Messung ermöglicht eine genaue Aussage über den Erfolg bzw. Misserfolg der
getroffenen Maßnahmen für Unternehmen. Die Kontaktzahlen sind schwer messbar. Die Reichweiten der einzelnen Seiten sind nicht wie bei klassischen Medien ausgewiesen. Deshalb habe ich in meiner Diplomarbeit über “Online PR im Zeitalter von Social Media” einen Abschnitt der “Erfolgsmessung von Social Media” gewidmet. Diese bietet Anhaltspunkte für die Schätzung von Reichweiten, sowie eine abschließende Auswertung des Erfolges bzw. Misserfolges. Zur Messung gehören nicht nur erreichte Kontaktzahlen, sondern auch gewonnene Markenbotschafter, die Sichtbarkeit in Suchmaschinen, sowie die Erkenntnisse für die Marktforschung durch die Möglichkeiten des Responsekanals. Zu den Kennzahlen für die Messung des Erfolges gehören diese sieben Größen.
1. Input:
Wieviele interne oder externe Ressourcen wurden in das Projekt oder die Kampagne investiert? Der Input ist bei einzelnen Maßnahmen sehr schwer zu messen. Während der ersten Maßnahmen müssen höhere Investitionen für Research und Schulungen aufgebracht werden. Die Lernkurve sowie die Sammlung von Know how erfordert viele Ressourcen und Zeit. Sobald die Lernkurve und der tägliche Umgang fortschreiten lassen sich die eingesetzten Ressourcen messen und realistische Kosten ausrechnen.
2. Dialog:
Die Kontakte, die durch die Maßnahmen erreicht wurden, haben zu einem erhöhten Kommunikationsaufkommen auf Seiten des Unternehmens geführt. Das Feedback hilft dem Unternehmen das Produkt oder die Dienstleistungen zu optimieren. Die Fragen, die durch Veröffentlichungen gestellt wurden, verhelfen dem Unternehmen zu einem Dialog mit Alt- und Neukunden. Die Anregungen unterstützen die Optimierung der zukünftigen Maßnahmen und zielgerichtetere Dialoge.
3. Berichte:
Die von den Multiplikatoren veröffentlichten Berichte haben eine hohe Qualität. Sind die Berichte in einer negativen oder postiven Tonart?
4. Relevanz:
Welche Relevanz besitzen die Multiplikatoren und wie anerkannt sind diese bei ihren Lesern? Welche Relevanz besitzen die Multiplikatoren in dem von dem Unternehmen abgedeckten Themengebiet? Hat ein Artikel der Multiplikatoren einen positiven Effekt auf das Markenbild?
5. Long-Tail:
Wie sichtbar sind die veröffentlichten Artikel der Multiplikatoren in Suchmaschinen? Welche Relevanz besitzen, die durch die Artikel belegten Keywords? Im Vergleich zu klassischen Medien kann es sein, dass ein Artikel mehrere Wochen auf der ersten Seite der Social Media Instrumente zu sehen ist, und somit eine hohe Aufmerksamkeit generiert.
6. Reichweite:
Anders als in klassischen Medien lässt sich die genaue Kontaktgröße, oder wieviele Leser die einzelnen Publikationen hatten, nicht messen. Bei einer kleinen Anzahl von Blogs oder Foren lassen sich Leserzahlen oder Zugriffe feststellen, dies ist allerdings die Ausnahme. Die Reichweite kann nur anhand von Backlinks zur Unternehmensseite, den Zugriffen auf die verlinkte Seite oder eine erhöhte Anfrage durch Suchmaschinen auf die Unternehmensseite gemessen werden.
7. Friends:
Das Unternehmen hat neue Kontakte zu Multiplikatoren aufgebaut, kann diese in Zukunft ansprechen und gezielt mit Informationen versorgen. Dadurch wurde eine höhere Relevanz bei den Multiplikatoren erreicht.

Anhand dieser Punkte kann der Erfolg der Kommunikation in Social Media für Unternehmen gemessen
werden.
Wenn ich noch Punkte vergessen habe, immer her damit!
Die Diplomarbeit habe ich im Zuge meines Studiums an der DDA zum Dipl. Fachwirt Online Marketing geschrieben. Dank an meinen Prüfer Harald Fortmann das ich den Abschnitt vor Veröffentlichung der Diplomarbeit bereitstellen durfte.