Egmont Ehapa hat eine Kids Verbraucheranalyse in Berlin vorgestellt. In Deutschland leben 5,73 Millionen Kinder im Alter zwischen 6-13 Jahren. Ehapa hat 1631 Kinder und deren Erziehungsberechtigte zu den Themen Mediennutzung, Handy und Unterhaltungselektronik, klassisches und elektronisches Spielzeug, Essen und Trinken, Freiräume und Markenwünsche, Freizeitgestaltung und Finanzen befragt. Die Umfrage hat mich sehr interessiert, da ich vor 4 Jahren während meiner Ausbildung, eine Hausarbeit über Mediennutzung von Kindern im Alter zwischen 8-12 Jahren geschrieben habe. Die Mediennutzung hat sich sehr in Richtung Computer und Internet verändert. Natürlich sind Zeitschriften wie die MickyMaus weiterhin hoch im Kurs. 7 von 10 Kindern gaben an, den Computer regelmäßig zu nutzen. 54 % der Kinder waren mit dem Computer schon im Internet.

Auch die Ausrichtung der Spielzeughersteller tendiert mittlerweile deutlich gen Internet: der neueste Spielzeug-Trend sind beispielsweise Gormitis. Gormitis sind auf den ersten Blick eigentlich unspektakuläre, kleine Plastikfiguren. Die Geschichte, die dahinter erzählt wird, ist für die Kinder das eigentlich spannende. Denn die Produktwelt endet nicht direkt am Ladentisch, sondern umfasst auch Online-Angebote auf der Produkt-Website. Die Kinder können sich dort immer neue Folgen der Gormitis anschauen und werden dort durch neue Abenteuer der Wesen bereits auf neue Figuren aufmerksam gemacht. Es wurde eine eigene Gormiti Welt erschaffen, mit dem typischen Kampf Böse gegen Gut.

Aus der Analyse geht auch hervor, dass Kinder den Computer fast so umfangreich wie Erwachsene nutzen. Bei den meisten Erwachsenen steht das Spielen aber eindeutig nicht so im Vordergrund.

Auch Marken spielen bei den meisten Kindern eine immer größere Rolle. Viele der befragten Eltern betrachten das eigene Kind auch als gleichberechtigten Ansprechpartner bei Kaufentscheidungen.


Was ich wirklich erstaunlich und zugleich erschreckend finde, sind die Angaben der Jungen, was sie in ihrer Freizeit am liebsten tun. Das Fernsehen ist nicht mehr vertreten. Der Computer belegt den 5. Platz.
